Chia-Samen und Leinsamen – gesunde Fette

Fit durch Fett – Leinsamen und Chia-Samen liefern uns wertvolle Omega-3-Fettsäuren

Wussten Sie, dass unser Gehirn in der Trockenmasse zu 60% aus Fetten besteht? Allerdings sind das natürlich nicht die Fette, die man sich morgens in Form von Butter auf das Brot schmiert. Die Rede ist von essentiellen Fettsäuren, speziell den Omega-3-Fettsäuren – ausschlaggebende Fette für nahezu alle Prozesse des Körpers. Kommen Sie in den Genuss von Leinsamen und Chia-Samen und steigern Sie ihr Wohlbefinden!

Omega-3-Fettsäuren: Mehr Gesundheit statt mehr Bauchfett!

An einer Sache mangelt es der Ernährung der Deutschen eigentlich nicht: An Fetten. Wenn ich Ihnen nun aber sage, dass die meisten trotzdem Schwierigkeiten haben genügend Fette aufzunehmen, werden Sie mir vermutlich erst mal nicht glauben.
Ich spreche allerdings nicht von den Fetten, die für ihr Bauchfett zuständig sind und in nahezu allen Lebensmitteln, vor allem Süßigkeiten, Backwaren und Fertiggerichten, vorkommen, sondern von den Omega-3-Fettsäuren.
Ohne diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren könnten wir nicht leben. Ausschlaggebend sind sie vor allem für unseren Zellstoffwechsel, unsere Proteinbiosynthese und unsere Produktion von Hormonen – um nur einige Aufgaben zu nennen.
Mit einer ausreichenden Versorgung dieser gesunden Fetten können Sie also eine Reihe an Krankheiten vorbeugen!

Wo kommen die gesunden Fettsäuren vor?

Fisch, Nüsse, viele Öle – alle enthalten die gesunden Omega-3-Fette. Wahre Garanten, auch geschmacklich, sind Leinsamen und Chia-Samen.
Bevor Sie also auf Omega-3-Präperate zurückgreifen, stehen Ihnen mit diesen beiden Samenarten natürliche und leckere Alternativen beiseite. Wer zudem weiß, wie die leider immer noch sehr beliebten Fischölkapseln hergestellt werden, würde sowieso schnell auf die Einnahme dieser verzichten. Natürlich gibt es auch qualitativ hochwertige Omega-3-Präperate (z.B. aus Algen) – mehr dazu in unserem ausführlichen Bericht über Fette. Weiterlesen…

Verfeinern Sie also ihr morgendliches Müsli oder Smoothies mit einem Esslöffel Lein- oder Chia-Samen!

haselnüsse
Chia-Samen
sushi
Leinsamen

Genügend Omega-3-Fettsäuren: Auch vegetarisch/vegan kein Problem!

DHA und EPA sind die „aktiven“ Omega-3-Fettsäuren. Alle pflanzlichen Omega-3-Quellen (bis auf Algen) enthalten allerdings nur die Vorstufe α-Linolsäure (ALA), welche unser Körper dann in DHA und EPA umwandeln kann.

Die Studienlage, wie viel ALA aufgenommen werden muss, damit unser Körper genügend DHA und EPA herstellen kann, ist sehr umstritten. Grundsätzlich kann man aber anhand der Studien erkennen, dass bereits 1200mg α-Linolsäure ausreichen um genügend DHA und EPA zu produzieren und einen Mangel vorzubeugen. Diese Menge kann man bereits mit 6g Chia-Samen decken. Was sich aber bei immer mehr Untersuchengen herausgestellt hat, ist, dass Fisch-Gegner oder Veganer/Vegetarier zwar keinen Omega-3-Fettsäuren Mangel haben im Gegenzug aber auch nicht von allen möglichen Vorteilen einer perfekten DHA und EPA Versorgung profitieren können. Ein pflanzliches Omega-3-Präperat ist also als Veganer/Vegetarier oder Fisch-Gegner eine Überlegung wert.

Wem Symptome eines Omega-3-Mangels auffallen, zum Beispiel: Muskelschwäche, Schlafstörungen oder schuppige Haut, sollte auf jeden Fall mal für ein paar Wochen vegane DHA und EPA Präparate ausprobieren. Diese enthalten verschiedene Mikroalgen – also die Quelle, von der auch die Fische ihr DHA und EPA beziehen.

Wir empfehlen Präparate, welche Mikroalgen aus speziellen Farmen auf dem Festland beziehen. Diese sind nämlich nicht den Verschmutzungen und Schwermetallbelastungen der Meere ausgesetzt.

In unserem Test haben wir einige gute Omega-3-Präparate verglichen. zum Omega 3 Kapseln Test

Chia-Samen und Leinsamen: Leckere Omega-3-Quellen

Leinsamen

Erhältlich sind die kleinen braunen Samen in nahezu jedem Supermarkt. Gekauft werden sollten sie unbedingt in geschroteter Form, da unser Körper sie sonst nicht richtig verarbeiten kann. Leinsamen enthalten nicht nur beachtliche Mengen an Omega-3-Fettsäuren und schmecken hervorragend, sondern schützen auch die Schleimhäute unseres Magen-Darm-Traktes.

Chia-Samen

Die früher nur in ausgewählten Reformhäusern zu findenden mexikanischen Samen, gibt es mittlerweile auch immer mehr in Supermärkten – allerdings zu sehr hohen Preisen. Der hohe Preis der Maya-Heilsamen rechtfertigt sich durch viele andere gesunde Nährstoffe, die neben den lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren enthalten sind. Im Schnitt enthalten sie beispielsweise die doppelte Menge an hochwertigen, pflanzlichen Eiweiß als andere Samen. Der hohe Calcium-Gehalt macht sie zu einem wahren Mineralstoffwunder. In puncto Eisen und Kalium lassen sie Spinat und Bananen alt aussehen. Für viele sind Chia-Samen auch bekömmlicher als andere Samen und Getreidesorten. Dadurch das Chia-Samen sehr lange haltbar sind, eignen sie sich perfekt als Vorrats-Lebensmittel.

Für viele Veganer stellen Chia-Samen einen Ei-Ersatz dar. Vermischt man nämlich 50g Chia-Samen mit zwei Tassen Wasser, entsteht eine Ei-Ähnliche Masse, welche sich mehrere Wochen im Kühlschrank hält. Geben Sie dieses Chia-Gel ihrem Müsli oder einem leckeren Frucht-Smoothie hinzu!

In unserem Test haben wir verschiedene Chia Samen Anbieter miteinander verglichen. –> zum Test

Fazit

Beide Samen bieten eine gesunde Möglichkeit seinen Grundbedarf an Omega-3-Fettsäuren zu decken und so einen Mangel vorzubeugen. Studien zeigen allerdings immer wieder, dass der Körper nur so viel ALA in EPA und DHA umwandelt, damit er gerade so in keinen Mangel gerät. Gesundheitliche Verbesserungen durch eine erhöhte Omega 3 Zufuhr konnten in den Studien nur mit einer regelmäßigen Fisch oder Algen Zufuhr nachgewiesen werden. Erfahren Sie in unserem ausführlichen Artikel über Fette mehr! Weiterlesen…

http://www.jedes-essen-zaehlt.de/veggie-guide/fragen-und-antworten/rubrik-gesundheit/was-besagt-das-verhaeltnis-von-omega-6-zu-omega-3-fetts-uren-in-der-ern-hrung-http://dgk.de/meldungen/praevention-und-anti-aging/omega-3-und-omega-6-fettsaeuren.html
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